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Leseempfehlung zum Umweltschutz im Kapitalismus

50 Dinge die man tun kannMomentan wird nicht nur die Klimapolitik heiß diskutiert, in Freiburg finden zur Zeit auch die Internationalen Umwelttage statt, u.a. mit der Frage nach „the role of leadership, and particularly the role of individuals in shaping governance processes and directing their outcomes“ im Bereich des Umweltschutzes. Wieso es Umweltschutz eigentlich braucht und wieso er – obgleich doch eingestandenermaßen so wichtig – stets so vernachlässigt wird, wird bei dieser Veranstaltung, in der Mitglieder der Elite (Nobelpreisträger, Politiker und Professoren) über die Wichtigkeit ihrer eigenen Persönlichkeit im Umweltschutz referieren sollen, wohl kaum zur Sprache kommen.

Im Kontrast dazu zeigt der Text „Geht das Öko-Kamel durchs Nadelöhr?“ des Freundeskreis Weltcommunismus, wieso die Zerstörungen natürlicher Lebensgrundlagen zum Kapitalismus zwangsläufig dazugehören und man dementsprechend vernünftigerweise nur auf eine Abschaffung dieser Wirtschaftsweise hinarbeiten kann. Der Text kritisiert sowohl die Hoffnung, die Politik möge die schädlichen Wirkungen des kapitalistischen Geschäfts auf die Umwelt bekämpfen, als auch den hilflosen Appell an die Lohnabhängigen, ihr Geld umweltschonend auszugeben und dafür auf ihre letzten bescheidenen Genüsse auch noch zu verzichten.

Soldaten und Totenschädel – wie passt das zusammen?

Spiegel-Cover 47/2006Die deutsche Armee kommt nicht aus den Schlagzeilen – erst, weil ihre Mitglieder zu unsensibel, jetzt, weil sie angeblich zu zimperlich seien. Das eine mal haben Soldaten in ungeziemter Weise mit toten Schädeln gespielt, jetzt wird ihnen nachgesagt, sie seien gar nicht mehr in der Lage, ihrer Aufgabe, lebendige Köpfe in tote zu verwandeln, ordentlich nachzukommen.

Die Lösung dieses Rätsels ist natürlich der Anspruch, dass Soldaten im richtigen Moment und für das richtige Ziel, nämlich bei der Ausübung ihrer Pflicht, also im staatlichen Auftrag, skrupellos handeln sollen, nicht aber während ihrer Freizeit. Eine Analyse des Soldatenberufs gibt es auf der Website www.farberot.de.

Dass man anscheinend schon bei früheren deutschen waffentragenden Einheiten die Zusammenstellung von Totenschädeln und Tötungsdiensten für ziemlich abwegig hielt, dokumentiert folgender kleiner Sketch. (mehr…)

Ungewollte Lektionen Nr. 1: Ölverstaatlichung in Bolivien

Enteignung bolivianischen OelsDank dem Außenminister der BRD, Frank-Walter Steinmeier, erhielt der interessierte Beobachter heuer eine wichtige Lektion im Fach Imperialismus. Zu der von Bolivien im Sommer diesen Jahres durchgeführten Aktion, den Verkauf ihres Öls fürderhin so zu reglementieren, dass für den Staatshaushalt etwas mehr bei rausspringt, erklärte

Außenminister Frank-Walter Steinmeier, […] Lateinamerika müsse wieder stärker ins Blickfeld der europäischen Wirtschaftsinteressen rücken. Auch wegen des gewachsenen Interesses Asiens und vor allem Chinas an Rohstofflieferanten-Ländern sei es wichtig, dass sich Europa um diese Staaten kümmere.Spiegel Online am 02.05.2006 (Nicht mehr gratis erreichbar) (mehr…)

Der Teufel – ehrlicher als der Papst

Das Oberhaupt der katholischen Kirche wäre nicht in der Verlegenheit gewesen, komplizierte geistige Verenkungen, anscheinend auch kontrafaktische, zu veranstalten, um das konkurrierende Angebot auf dem Seelenmarkt des Glaubens schlecht zu machen, hätte er seine Abneigung gegen den Islam so offenherzig ausgedrückt, wie es nur der Teufel vermag:

KORAN, n. A book which the Mohammedans foolishly believe to have been written by divine inspiration, but which Christians know to be a wicked imposture, contradictory to the Holy Scriptures.

p.s. Über des Papstes Auslassungen und seine Verteidiger in Presse, Funk und Fernsehen hat der Darmstädter Destruktivismus einen lesenswerten Kommentar verfasst.

Kritisches zum Bürgergeld

Wer sich für Bürgergeld und das bedingungsloses Grundeinkommen interessiert, dem seien an dieser Stelle nochmals zwei kritische Auseinandersetzungen mit dem Thema empfohlen:

Randale in französischen Vorstädten – Was war da los?

Am Donnerstag den 9.02.2006 erschien im u-asta-info folgender Artikel des Referats Ideologiekritik:

Zwei Wochen lang gibt es einen Skandal: In Frankreichs Vorstädten randalieren Jugendliche. Eine Diskussion schließt sich an: „Wurde der Nachwuchs vom Staat im Stich gelassen? Wird die Ordnung wieder hergestellt? Kann so etwas in Deutschland passieren?“

Heute ist es still um die Vorstädte in Frankreich. Merkwürdig, denn es gibt Grund genug sich mal der Frage zu widmen was da eigentlich los war und heute los ist.

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Diskussionstermin Mo. den 6.02.2006: Der Gasstreit Ukraine-Russland; Weißrussland

Zum Jahreswechsel eskalierte der Streit zwischen der Ukraine und Russland über den Preis des von den Russen gelieferten Gases: Das vom russischen Staat kontrollierte Unternehmen
Gasprom verlangte den Weltmarktpreis, die Ukraine war nicht Willens, ihn zu zahlen. Daraufhin warf die gesamte Deutsche und Europäische Presse Russland vor, das wirtschaftliche Gut Gas als ein politisches Erpressungsmittel zu nutzen. (mehr…)

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