Archiv für Februar 2008

Managergehälter – gerecht oder überzogen?

Die Republik zerbricht sich den Kopf, welche Höhe von Managergehältern in Ordnung geht und welche ungerechtfertigt hoch ist. Politiker und Journalisten, Professoren und Besinnungsaufsätze beschäftigen sich mit der Frage „Haben die Manager wirklich so ungeheuer viel verdient?“

In der gegenwärtigen Diskussion ist diese Frage Ausdruck einer moralischen Empörung: Managergehälter lassen sich mit solch einem obszön hohen Abstand zum Arbeitnehmereinkommen nicht mehr rechtfertigen. Sie strotzen geradezu jedem Maßstab, den man sich für die Höhe des Lohnes so denkt. Leistung, Qualifikation und Erfolgstüchtigkeit stünden in keinem Verhältnis mehr zum Einkommen dieser Figuren.

Dieser Skandal, die Löhne würden dem eigentlich guten Maßstab ihrer Bezahlung widersprechen, ist nicht neu. Vielmehr tritt er in unserer Gesellschaft jederzeit und überall auf. Neben der Abweichung nach oben kennt man schließlich Viele – zuallererst sich selbst –, deren Lohn angeblich weit unter dem liegt, was ihren Leistungen, Fertigkeiten oder Erfolgstüchtigkeit eigentlich angemessen wäre.

Wenn allerdings ein jeder die Anwendung des eigentlich gültigen Maßstabs bei der Entlohnung vermisst – könnte es nicht vielleicht sein, dass diese Kriterien im Grunde gar nicht Maß des Lohnes sind? Vielleicht folgt die Entlohnung ja ganz anderen Maßstäben, als all die einleuchtenden und guten, die man so kennt.

Es ist an der Zeit, die Frage, „Warum verdienen Manager so viel und die Arbeitnehmer so wenig?“ einmal ernsthaft zu stellen. Wer statt an moralischer Empörung an einer Klärung dieser Frage interessiert ist, für den besteht eine Möglichkeit, dies in einer gemeinsamen Diskussion zu tun: Am Montag, den 11. Februar 2008 um 20h im u-asta, Belfortstr. 24 trifft sich das Referat für Ideologiekritik und bespricht die Frage „wer verdient warum wieviel?“.

Meta

Du browst gerade in den Ideologiekritik Weblog-Archiven nach dem Monat Februar 2008.

Längere Beiträge werden abgeschnitten. Klick auf die Überschrift, um den jeweiligen Beitrag in voller Länge zu sehen.

Kategorien