Archiv für November 2007

Konsum im Kapitalismus zum reinhören

Wann wird ein Mangel an Konsum beklagt, welche Rolle spielt der Konsum damit in unserer Gesellschaft und wie sinnvoll ist Konsumkritik? Der in Freiburg am 5. Dezember stattfindende Vortrag wird diese Fragen in gebührender Ausführlichkeit beantworten.

Was der Referent in aller Kürze zu diesen Fragen zu sagen hat, lässt sich in einem Interview hören, das auf freie-radios.net herunterzuladen ist.

Zur sachlichen Auseinandersetzung um die im Interview behandelten Thesen sind alle Interessierten herzlich eingeladen:

Konsum im Kapitalismus
im jos fritz café, Wilhelmstraße 15/1
am Mittwoch, 5. Dezember 2007, 20 Uhr
Referent: Dr. Decker, Mitautor des Buches „Das Proletariat

Vortrag: Konsum im Kapitalismus

Im Alltag der modernen Gesellschaft hat man sich an Perversionen gewöhnt, die eigentlich leicht zu durchschauen wären. Niemand findet etwas dabei, wenn Experten sich um den Zustand der deutschen Wirtschaft sorgen, weil „trotz guter Exportkonjunktur der private Konsum einfach nicht anspringt“. Man bekommt in solchen Statements nicht nur mitgeteilt, dass die Erfolge unserer Wirtschaft nichts damit zu tun haben müssen, dass die Menschen besser leben. In der geäußerten Sorge, der schöne Konjunkturaufschwung könnte schon bald wieder abflauen, wenn der Konsum nicht endlich anspringt, wird man auch noch darüber aufgeklärt, dass in dieser Wirtschaft der Konsum für die Wirtschaft da ist und nicht die Wirtschaft für den Konsum. Das Verhältnis von Zweck und Mittel, wie es sich vernünftigerweise gehört, steht auf dem Kopf. (mehr…)

Vortrag: Das Geld

Von den vielgepriesenen Leistungen des schnöden Mammons
Einige Wahrheiten über Ware, Geld und Kapital

geldGeld muss man nicht erklären, man muss es haben; das versteht sich von selbst für lebenskluge Zeitgenossen. Wenn es am Geld etwas zu erklären gibt, dann, wie man am besten an möglichst viel davon herankommt; denn: ohne Moos nix los!

Das ist fatal. Denn wer dem unausweichlichen Zwang, Geld zu verdienen, nur die Ermunterung entnimmt, ihm möglichst erfolgreich nachzukommen, der bleibt nicht nur in ein Zwangsystem der gesellschaftlichen Arbeitsteilung verstrickt, das ihm nicht wenig Sorgen aufnötigt. Der macht außerdem den gar nicht so unvermeidlichen Fehler, sich dazu kritiklos affirmativ zu stellen. Da helfen dann auch kein Ärger und keine Beschwerden mehr über den Stress beim Geldverdienen, über das wenig zufriedenstellende Resultat, über die hohen Preise, und überhaupt über das wenige Geld hier und den vielen Reichtum dort.

Wer sich das Geld nicht erklären will, soll über dessen ungleiche Verteilung nicht jammern. Umgekehrt: Wer nicht immer nur über die Sorgen mit dem Geld und seine ungerechte Verteilung klagen will, der sollte sich lieber das Geld und die mit ihm gültig gemachte ganz und gar nicht so vernünftige und sachnotwendige Produktionsweise erklären. Dazu will die Veranstaltung beitragen.

Mi. 07. November 2007, 20h
jos fritz café, Wilhelmstraße 15/1
Dr. Theo Wentzke, Autor des Buchs „Das Geld“

Meta

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