Vorträge im November: Stadtbau-Verkauf und Libanon-Krieg

Das Referat Ideologiekritik lädt im November herzlich zu zwei Veranstaltungen ein. Das eine mal geht es um den Verkauf der Freiburger Stadtbau, das andere mal um den Krieg im Libanon. Beide Vorträge finden im Jos-Fritz-Cafe um 20 Uhr statt.

Mittwoch, den 1.11.2006: „Heuschrecken in Freiburger Wohnungen?“ Folgende Fragen sollen behandelt werden:

  • Warum fällt beim größten Teil der Bevölkerung halbwegs anständig zu wohnen eigentlich unter „Luxus“?
  • Warum gibt es da, wo die Mehrzahl der Leute sie brauchen, gar keine Wohnungen auf dem gleichnamigen Markt, die das Einkommen eines „Normalverdieners“ nicht in existenzbedrohender Weise beanspruchen?
  • Warum gibt es für den Wohnungsmarkt eine besondere, staatlich initiierte Marktregulierung – vom Mietrecht über sozialen Wohnungsbau bis zum Baurecht?
  • Warum genießt der Staat, der das ganze Mit- und Gegeneinander von Grundbesitzern und Mietern inszeniert und reguliert, das volle Vertrauen der zweiten, die die Geldquelle der ersten kräftig sprudeln lassen sollen?

Mittwoch, den 15.11.2006: „Israels grenzenlose Staatsraison. Über den Grund, das Ziel und die Ideologie des vorläufig letzten Kriegs im Nahen Osten.“ Die folgenden Thesen sollen verteidigt werden:

  1. Der Staat Israel verteidigt sein Existenzrecht und Sicherheitsinteresse – als unangreifbare „Regionalmacht“. Für die Gültigkeit dieses Anspruchs ist es durchaus verhältnismäßig, „den Libanon um 20 Jahre zurückzubomben“.
  2. Die Weltmacht USA erteilt dazu die Lizenz – und setzt Israels Kampf gegen seine Feinde ins Recht. Denn er leistet ihrem globalen Mehrfrontenkrieg gegen „die internationalen Drahtzieher des Terrors“ gute Dienste.
  3. Die arabisch-islamischen Milizen stellen Israels Existenzrecht in Frage – als Hindernis ihres eigenen Staatswillens: Terrorismus ist ihre Waffe zur Behauptung in der herrschenden Weltordnung.
  4. Die UNO entsendet Schutztruppen – und ergreift so Partei für die Rolle Israels in der Staatenwelt: Die internationale Kriegsdiplomatie erteilt der Gleichung, Israels Feinde sind auch die Feinde der Freiheit, ein robustes Mandat.
  5. Europa und Deutschland sind dabei – wegen der „Verantwortung“, der sie sich nicht entziehen wollen. Zu Höherem berufene Staaten sind es ihrem Rangplatz in der Konkurrenz der Nationen schuldig, im Nahen Osten mitzumischen.

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